Review: First Squad
→ Anime & MangaFirst Squad: The Moment of Truth ist eine russisch-japanische Co-Produktion. Der Anime entstand aus einem Musikvideo des russischen Rappers „Ligalize“ heraus, das, wie auch den Anime, das Studio 4°C produziert hat. Angedeutete Story im Video und Story vom Film gehen jedoch weit auseinander, also der Link da spoilert nichts.
Zweiter Weltkrieg, die Front zwischen Deutschland und Russland. Die junge Hellseherin Nadja hat ihr Gedächtnis verloren und reist mit einer kleinen Gruppe Schausteller umher. Dann … herrje, wie fasst man das zusammen? … ein alter Mann, der wie ein Magier aussieht, rettet sie während einem Luftangriff und schickt sie nach Moskau um dort einen berühmten General zu treffen. Es stellt sich heraus, dass sie das letzte Mitglied einer Spezialeinheit gennant „First Squad“ ist und gebraucht wird. Denn die Deutschen beschwören einen alten Rittergeist, der mit seiner Zombieritterarmee die Schlacht an der Front entscheiden soll.
Nadja demonstriert ihre Fähigkeit
Hier habe ich auch das Genre der Mockumentary kennen gelernt. Es gibt kurze Kommentare von Zeitzeugen und Historikern, wie man es noch aus dem Geschichtsunterricht kennt, wenn in einer Dokumentation mit alten Aufnahmen dann die Szene zu Egon Bahr wechselte, der erzählte, wie das damals war. Nur dass alles Fake ist. Ein interessantes Konzept Anime und Realaufnahmen so zu mischen.
Eine Abwechslung war es auch, dass der Anime im Original auf russisch ist – Von gelegentlichen deutschprechenden Deutschen mal abgesehen. Die Synchronsprecher haben gute Arbeit geleistet.
Mockumentary
First Squad hat nur ein großes Problem: Eine Geschichte, die viel zu groß ist und viel zu weit ausgebreitet werden könnte, als die kurze Filmzeit es auch nur ansatzweise zuließe. Die Charaktere, die am ausführlichsten vorgestellt werden, sind gerade mal Nadja und Baron von Wolff – Die Hauptcharakterin und ihr Gegenspieler. Doch selbst bei Nadja bleiben viele Fragen offen. So wird eine Frage zu ihren Eltern aufgeworfen, ins Verschwörerische gezogen und dann wieder vergessen.

Fazit. Die Erwartungen, sie waren zu hoch. Der Anime sieht gut aus (abgesehen von den etwas lächerlichen Zombierittern), klingt gut und ist gut. Doch er hat Probleme in kurzer Zeit eine Geschichte zu erzählen, die einfach zu groß für 72 Minuten ist und zu viele Möglichkeiten mit sich bringt. Hätte man eine Serie daraus gemacht …
3.5/5
Reaktionen (6)
Suuuper.
Umineko: 2 kleine Hexen, die wichtige Rollen spielen, aber selten in Erscheinung treten, sowie ein Kind, dass eine tragische Rolle spielt. Bei über 20 Charakteren.
Wir haben wohl verschiedene Auffassungen von „alle Rollen“.
Für die Preview wird immer der gleiche Avatar genommen und XHTML wird auch nicht angezeigt, das wollte ich noch anpassen. Ja, das Mittippen ist schon cool. :)
Seba, das mag sein, aber wie soll ich das bitte wissen? Schau dir doch mal die Bilder an die du gewählt hast. Dort gibt es bis auf einen Überraschungsenden Mann nur kleine Mädchen und nichts anderes! Natürlich denke ich dann so! Aber Seba, nur um das klarzustellen, nie habe ich gedacht, dass es dir nur um kleine Mädchen geht. Ich weiß ja wie du manches sehr gut bewertest und manches zerreißt, unabhängig von der Anzahl der kleinen Mädchen.
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