Diese Woche ein Blog über

Anime/MangaInformatik

Musik: Don McLean – American Pie

Musik

A long, long time ago …
I can still remember
How that music used to make me smile.
And I knew if I had my chance
That I could make those people dance
And, maybe, they'd be happy for a while.

Zuletzt hatte ich diesen Ohrwurm. Ohne das Lied kürzlich gehört zu haben, war der plötzlich da. Nun ja, was macht man da? Genau! Folgerichtig musste ich mir das Lied anhören. Oh, der Refrain, mitsingen!

So bye-bye, miss american pie.
Drove my chevy to the levee,
But the levee was dry.
And them good old boys were drinkin' whiskey and rye
Singin', "this'll be the day that I die.
this'll be the day that I die."

Youtube: http://www.youtube.com/watch?v=eNdEu9s5qUU

Fiddler's Green-Konzert ins Wasser gefallen

Musik

Doch kein Fiddler's Green Konzert

Buchstäblich ins Wasser gefallen: Es hat geschüttet wie sonstwas. Aus Sicherheitsgründen wurde das Konzert dann abgebrochen bevor Fiddler's Green auch nur einen Fuß auf die Bühne gesetzt hat.

Das Konzert wird zu einem späteren Termin in einer Halle nachgeholt werden. Die Eintrittskarte von gestern gilt dann auch für diesen Nachholtermin. Wann es soweit ist, wird auf http://dekaart.de und http://fiddlers.de zu finden sein.

Schade. Zumindest habe ich jetzt ein Fiddler's Green-T-Shirt.

Liedrätsel 03

Musik

Es muss gegen sechs Uhr abends gewesen sein – die Dämmerung setzte bereits ein – als mein alter Freund Friedrich an meine Tür klopfte. Er hatte erstaunlich gute Laune.

„Aron, Kumpel, ich muss dir was erzählen!“
„Komm 'rein, setz dich.“

Er nahm auf dem Sofa Platz und grinste weiter vor sich hin. Er versank tiefer in Selbstzufriedenheit als in den weichen Polstern. Ich zog einen Stuhl heran und setzte mich ihm gegenüber.

„Bei Gelegenheit kann dir auch mal meine Freundin vorstellen. Ihr kennt euch, denke ich, noch nicht“, bemerkte ich beiläufig. Ich hatte eine Ahnung, dass ich, legte Friedrich erst einmal los, bald nicht mehr zu Wort käme.
„Oh ja, gerne. Und da sind wir auch schon beim Hauptthema! Ich habe auch endlich eine abbekommen. Isses denn zu fassen? Endlich habe ich jemanden gefunden!“

Er strahlte vor Glück, als er sie beschrieb:
„Sie heißt Marie, wir haben uns heute erst kennengelernt, aber es hat gleich gefunkt. Getroffen habe ich sie beim Einkaufen. Ist eine lustige Geschichte. Ich bin am Regal vorbei, scharf um die Ecke und ZACK, sie über den Haufen gerannt.“
Friedrich erinnerte sich offenbar an die Situation zurück und musste lachen. Ich lächelte, doch wunderte mich bereits über den Zufall. Marie war auch der Name meiner Freundin. Das wollte ich in diesem Moment aber noch nicht erwähnen. Sollte er erst fertig reden.

„Naja, da hockte sie nun auf dem Boden und funkelte mich böse an. Habe mich natürlich gleich höfflichst entschuldigt und ihr aufgeholfen. So im Nachhinein denke ich, es waren ihre Augen. Das schönste Paar grüner Augen, das ich jemals gesehen habe. Darauf sind wir …“

Kann nicht sein. Oh bitte, das darf nicht sein!

„… war der Mittag auch schon vorbei. Hey, Aron, bist du noch geistig anwesend?“
„Hm? Ja, erzähl weiter.“
„Was würdest du der Frau schenken? So als kleine Aufmerksamkeit. Eine Schleife für ihr schmeidig-schwarzes Haar – bis zu den Hüften, sag ich dir! – sehe bestimmt toll aus. Aber das ist zu albern, oder?“ Er lachte wieder, ein wenig verlegen.
„Du findest schon etwas Angemessenes“, sagte ich ihm und setzte ein Lächeln auf.

Mittlerweile war es draußen dunkel und Friedrich verabschiedete sich. Ich brachte ihn zur Tür und wünschte ihm noch eine angenehme Nacht. Er strahlte noch immer.

Endlich konnte ich – alleine – die Tränen herauslassen, die die ganze Zeit über in den Augen gebrannt hatten. Hättet ihr geglaubt, dass jene Marie gestern noch in meinen Armen gelegen und mir geschworen hatte, auf ewig meins zu sein? Grüne Augen, schwarzes Haar. Friedrichs Beschreibung geisterte mir noch im Kopf umher. Und Marie lautete der Name seiner neuesten Flamme.

Liedrätsel 02

Musik

Seit sich Felicia verabschiedet hatte um, wie sie gesagt hatte, zur Arbeit zu gehen, folgte Vincent ihr. Mittlerweile waren sie am Bahnhof angelangt. Sie schaute sich um und wartete dem Anschein nach auf jemanden. Er versteckte sich im nächstbesten Schatten und beobachtete sie aus sicherer Entfernung.

Vincent und Felicia – Schon seit langem ein Pärchen, hatten vor wenigen Monaten den nächsten Schritt gewagt und waren zusammengezogen. Über ihre Arbeit wusste er nicht viel. Sie erwähnte nur manchmal etwas von einem Schichtwechsel mit einem Kollegen. Heute hatte er sich entschlossen, endlich mehr herauszufinden über die Frau, die er liebte und mit der er zusammenwohnte.

Ein Mann trat an Felicia heran und sie unterhielten sich kurz. Dann hakte sie sich bei ihm ein und beide verließen den Bahnhof wieder. Vincent war bereits jetzt elend zumute, doch folgte ihnen. Weit war es nicht, dann verschwanden sie in einem Hotel, wo der Mann sich am Schalter einen Zimmerschlüssel aushändigen ließ – Vincent beobachtet es durch die Glasscheibe hindurch.
Ebenso konnte er noch sehen, wie beide in den Fahrstuhl stiegen.
Er betrat die Lobby und wartete vor dem Fahrstuhl. Auf einer leuchtenden Anzeige stand, in welcher Etage er hielt. Vierte Etage.

Vincent hastete die Treppe hoch und sah sich auf der Ebene um. An einer Tür hing ein Bitte nicht stören-Schild und als er lauschte, meinte er, ihre Stimme zu hören. Kurz darauf hörte er gedämpftes Stöhnen.
„Diese Hure!“, fluchte er.

Daheim sprach er das Thema nicht an. Nur seine Griesgrämigkeit fiel ihr auf und mit heiterem Gemüt versuchte sie ihn aufzumuntern, umarmte ihn. Für ihn wirkte alles falsch, aufgesetzt und ließ ihn nur noch mehr hassen.

An diesem Tag folgte er ihr wieder. Und wieder traf sie sich, doch mit einem anderen Kerl. Der Rest verlief genau wie zuvor auch.

Eine Woche drauf – in der Zwischenzeit hatte er eine gute Miene zum bösen Spiel aufgesetzt – wartete er bereits am Bahnhof in einem dunklen Eck. Felicia trat durch den Haupteingang ein. Ein Mann trat auf sie zu, kurze Unterhaltung, sie hakte sich bei ihm unter. Bevor beide den Bahnhof verlassen konnten, stellte sich ihnen Vincent in den Weg.

Felicia wurde kreidebleich.
„Das ist also deine Arbeit?!“, brüllte er. „Und da kannst du mir noch in die Augen schauen und mir sagen, dass du mich liebst?“
Mit einer Stimme dem Ersticken nahe antwortete sie: „Wir sind darauf angewiesen. Wie sollten wir sonst die Miete bezahlen, wenn wir nicht beide arbeiten?“
„Ach, und einen anderen Job konntest du nicht finden oder was?!“
„Lass es mich erklären …“
„Das kannst du nicht erklären“, seine Stimme wurde wieder leiser.

Vincent zog eine Pistole hervor. Felicias Begleitung sprang zur Seite, rappelte sich auf und rannte davon.
„Vincent, bitte, ich liebe dich wirklich …“
„Wie sieht deine Liebe denn aus? Hast du mich auch geliebt, als du in die Augen der Männer die auf dir lagen gesehen hast? Scheiße!“
Felicia sagte nichts mehr, konnte sie vielleicht auch nicht mehr, sie schluchzte nur noch.
Er drückte ab.
Dem donnernden Widerhall im Gemäuer folgte eine bedrückende Stille. Vincent taumelte zur Tür hinaus, erbrach sich auf den Gehweg und seine Schuhe. Im Hintergrund war Felicia dabei zu verbluten.

Er stützte sich gegen die Mauer, sprach leise: „Manchmal kann Liebe töten.“

Irgendjemand schien die Polizei verständigt zu haben. Er hörte die Sirenen, sah bereits Einsatzlichter aufblinken. Er warf die Waffe weg und ließ sich auf den Boden sinken.
„Ich geh' jetzt wohl ins Gefängnis.“

„Hoffentlich werden sie den Schlüssel zu meiner Zelle wegwerfen.“

„Einen tollwütigen Hund kann man nicht heilen. Dazu hat sie mich gemacht.“