Anime: Toradora!

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Toradora!

Toradora! (2008/09) ist eine einfallsreiche und unterhaltsame, aber auch dramatische Liebeskomödie, die weiß, wann Zeit für Scherze und wann Zeit für ernste Momente ist. Der Anime ist 25 Episoden lang.

Mit einer klassischen Verwechslung kommt alles ins Rollen. Schülerin Taiga steckt ihren Liebesbrief fälschlicherweise in die Tasche von Mitschüler Ryuuji. Sie bemerkt den Fehler und bricht nachts bei ihm ein. Bei dieser Begegnung stellen sie fest, dass sie in den besten Freund des jeweils anderen verliebt sind. Taiga und Ryuuji schließen sich zusammen, um sich gegenseitig zu verkuppeln. Von da an bringen sie viel Veränderung in ihrer beider Leben.

Toradora! Taiga Aisaka.
Raufboldin Taiga Aisaka

Toradora! Ryuuji Takasu.
Ryuuji hatte gerade eine Begegnung

Jeder Charakter ist in seiner Art unverwechselbar und verändert sich unter dem Einfluss seines Umfeldes. Selbst Nebencharaktere wurden mit liebevoll viel Persönlichkeit bedacht. Unvergessen bleibt ein Gespräch zwischen Ryuuji und Minorin über Geister und UFOs; die aber doch nur als Metaphern herhalten, Verstecke sind, für eine Unterredung über die eigenen Gefühle.

Den Haupt- und Nebencharakteren lassen sich keine festen Rollen zuordnen, von wegen: Ach, die ist immer gut drauf und steht mit dieser Person in jener Beziehung. Es ist, wie es normal ist – Menschen sind mehrschichtig und unter der Oberfläche gibt es weitaus mehr zu sehen. Bestes Beispiel ist Ami Kawashima. Sie wird uns als eingebildeter Charakter vorgestellt und versucht sich auch weiterhin so zu verhalten, entwickelt sich jedoch enorm weiter. Obwohl ein Nebencharakter, ist sie vielschichtig und interessant.

Toradora! Ami Kawashima.
Ami nimmt erstaunlich viel Rücksicht auf Gefühle

Die Mischung aus Komödie, Romanze und Drama geht derart gelungen auf, wie ich es noch nie erlebt habe. Der Humor wirkt nie erzwungen oder klischeehaft; er wird einfach aus der Situation heraus geboren. Umso interessanter wird es, wenn mit fortlaufender Geschichte vermehrt ernste oder berührende Momente auftauchen. In dieser Hinsicht ist vor allem Episode 8 ein Höhepunkt, der das Verhältnis zwischen Taiga und Ryuuji für den Zuschauer neu definiert.

Bereits einige Episoden vor Schluss lässt sich das Ende grob erahnen. Das ist aber auch die einzige vorhersehbare Komponente. Bei Toradora hatte ich nie das Gefühl, eine Durststrecke durchstehen zu müssen; es war durchweg unterhaltsam und hat seine Genres wohl-dosiert eingesetzt.

Toradora! Minorin Kushieda.
Freudenbündel Minorin

Fazit. Klasse Charaktere, die man nicht verstehen muss, aber trotzdem lieben kann; eine Geschichte, die aufgeht; ein Anime, der für Romance, Drama und Comedy die perfekte Mischung gefunden hat. Note 1,0.

Toradora! Taiga Aisaka.