[Review] Yosuga no Sora

Anime & Manga
8

Yosuga no Sora

GenresEcchi, Drama, Romance
VorlageVisual Novel (Eroge)
Episoden12 Folgen
StudioAT-X
Jahr2010
OpeningHiyoku no Hane von eufonius (youtube.com)
Ending 1Tsunagu Kizuna von Team. Nekocan ft. Amaoto Junca
Ending 2Pinky Jones von Momoiro Clover (yume.vodspot.tv)

Yosuga no Sora war so ein Kandidat, in den ich testweise einmal hereinschauen wollte. Die Beschreibung klang entfernt nach einem Drama gepaart mit Romanze. Letztlich hat sich aber nur der Hauptcharakter mit dem weiblichen Cast gepaart. Die darum gelegte Story sieht dermaßen aus, dass die beiden jüngst verwaisten Geschwister Haru und Sora zurückziehen in ihr altes Dorf. Während sie in der ersten Folge eintreffen und den Ort besichtigen, fällt Haru bereits der Großteil der jungen, weiblichen Einwohner schmachtend zu Füßen. In kurzen Arcs von 2~4 Episoden wird sich dann verschiedenen Damen und ihrem kleinen Drama-Anteil gewidmet um dann wieder in der Geschichte zurück zu springen und die Ereignisse einen anderen Weg gehen zu lassen. Der letzte Abschnitt ist natürlich der Sora-Arc, während die Klassenpräsidentin doch glatt leer ausgeht.

YnS hat mir gezeigt, warum es für einen Anime keinen Sinn macht, mehrere Routen eines Visual Novels getrennt zu verarbeiten[1]. So ist das Hauptmerkmal der Serie nur ein Haufen Erotik-Szenen mit vergessenswerten Story-Fetzen. Wobei es eine durchgängige „Story“ gibt, diese aber nicht ernst zu nehmen ist.

Yosuga no Sora

Am Ende jeder Episode folgt nach dem Ending noch eine kurze Geschichte mit der Haus­dienerin, welche in den Hauptfolgen keinen eigenen Arc erhielt. Diese sind rein spaßhaft gehalten und entsprechend gezeichnet. Danach folgt das Pinky Jones-Ending, welches im Gegensatz zum ersten sehr fröhlich ist.

*Spoiler ahead!* Andererseits dürfte das ohnehin niemand für die Story schauen.

Kurze Erinnerung, was in der letzten Folge geschah: Haru und Sora scheinen zu ertrinken, kommen im nächsten Moment jedoch wieder am Land zu sich. In der Wikipedia-Zusammenfassung für die letzte Folge fand sich nun die folgende Bemerkung:

Damit sich Kozue nicht für Harus und Soras Tod verantwortlich macht, fabrizieren Nao, Akira, Kazuha und Ryouhei die Lüge, dass die beiden weggezogen sind und nun glücklich zusammenleben.

Das ist nun doch ein spannender Ansatzpunkt und erklärt, warum im Haus der kaputte Stoffhase liegt, jedoch auch unbeschadet im Zug neben Sora sitzt. Wie auch korrekt ange­merkt wird, kann Haru nicht schwimmen und Sora ist zu schwach um zwei Leute aus dem Wasser zu ziehen. Ein unbekannter Retter würde sich auch nicht einfach von Dannen schleichen ohne zumindest den Notarzt zu verständigen. Zum Ende der Serie also doch noch ein interessanter Twist. Sehen wir es als Wiedergutmachung für den arg inszeniert wirkenden Blitzeinschlag einige Folgen zuvor.

*Spoiler beendet.*

Yosuga no Sora

Fazit. Die Story kommt zugunsten möglichst vieler Haru/Mädchen-Kombinationen zu kurz. Das bisschen Story, was es dann doch gibt, wirkt wie Pseudo-Drama und ist bisweilen albern. Mit den Charakteren konnte ich auch nicht wirklich warm werden. Wenn man darüber nachdenkt, bietet das Ende eine interessante Andeutung, aber das reißt es auch nicht heraus.

1/51/5


[1] Sollte Yume Miru Kusuri jemals eine Anime-Adaption bekommen, dann bitte bitte den Nekoko-Arc verarbeiten. Das wäre großartig. Wirklich großartig.