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sebadorn | blog

Studienfahrt Rom, Teil 2/5

Montag

Durchs Fenster brechendes Licht weckt mich langsam. Zu meiner Freude stelle ich fest, dass ich ruhig durchgeschlafen habe. Es ist mittlerweile Zeit zum Aufstehen, also ab unter die Dusche. Streitereien, wer zuerst duscht, gibt es nicht: Die Zimmergenossen schaffen es nicht aus dem Bett.

Vor unserem ersten Ziel teilen wir uns in zwei Gruppen, wobei sich in jeder ein paar SchülerInnen befinden, die den Tag vorbereitet haben und uns als FührerInnen informativ begleiten werden.

Ausflugsziele für heute: Das Kolosseum, wo damals sogar Bootsschlachten abgehalten wurden. Zu diesem Zwecke flutete man den Kampfbereich. Wer ins Wasser fiel, ertrank. Diesen Zeitvertreib gab man aber bald auf, da das Wasser die Ausbreitung von Krankheiten begünstigte.
Das Kolosseum.
Das Forum Romanum, das ehemalige Zentrum des römischen Lebens.
Das Forum Romanum.
Schließlich noch der Bocca della Verità und der Circo Massimo. Letzteres ist eine ziemliche Enttäuschung. Man kann nur dank einem langgezogenen Hügel erkennen, dass sich dort einst eine Rennbahn befand. Diese Station kann man sich wirklich sparen.

Später am Tag bereiten sich Bernhard, Christoph, David und Timon auf ihre Führung am nächsten Tag vor. Dabei entdecken wir, dass durchaus komische Konstrukte entstehen, wenn man zwei verschiedene Texte kombiniert; z.B. liest eine Person nur die Nomen ihres Textes vor, während die andere alles bis auf Nomen liest.

Studienfahrt Rom, Teil 1/5

Nach einigem Hick-Hack bin ich aus Italien zurück und schreibe nun, nicht nur für die Welt da draußen, sondern auch für mich noch einmal, ein kleines Reisetagebuch.

Sonntag

Blick aus dem FlugzeugTag der Anreise. Entgegen meiner Befürchtungen habe ich es doch geschafft um 3:00 Uhr morgens aufzustehen. Und dies ohne Probleme. Mein Vater fährt mich und eine Mitschülerin zum Flughafen, dort treffe ich als erstes Christoph und Timon, im Gebäude warten noch Weitere.
Ich sitze im Flugzeug und warte auf den Start. Mein erster Flug, bin aber trotzdem kaum aufgeregt, und habe einen Fensterplatz. Am Ende des Fluges bin ich begeistert: Fliegen macht Spaß! :)

Am Hotel („Hotel Tre Stelle“) angekommen dürfen wir noch nicht auf die Zimmer, aber unsere Koffer sicher abstellen. Dann beginnt der erste große Fußmarsch quer durch Rom: Fontana di Trevi, Pantheon und Weiteres. Vom Pantheon bin ich ein wenig enttäuscht, da ich es mir spektakulärer vorgestellt habe.
Besonders nervig sind diese aufdringlichen Straßenverkäufer. Vor allem jene, die zwei kleine, ovale Magnete verkaufen wollen, die ein nervtötendes Geräusch machen, wenn man sie richtig in die Luft wirft. Ich frage mich, ob Touristen schon des öfteren solche Händler umgebracht haben.
Kuppel des Pantheon von innen unten aufgenommen.

Einige Stunden später können wir auf die Zimmer. Nach schlechten Bewertungen im Internet habe ich mit recht unschönen Überraschungen gerechnet, die so weit jedoch nicht eintraten. Hauptmanko war, dass in jedem Bad die Duschtür geschrottet war und nach einem Mal Duschen alles unter Wasser stand.

Abends treffen sich alle noch einmal vor dem Hotel, um dann in kleine Grüppchen aufgelöst zu Abend zu essen. Ursprünglich war es so gedacht, dass es ein gemeinsames Essen gibt. Doch die wenigstens Restaurants boten Platz für ~40 Personen. In einer kleineren Gruppe ist es mir auch lieber.

Auf ihrem Zimmer gibt losanasol dann noch völlig spontan ein kleines, improvisiertes Konzert. (Evtl. war dies auch am Montag oder Dienstag, ich weiß es nicht mehr genau.)

Gegen 1:00 Uhr gehe ich als Erster von meinem Zimmer ins Bett. Zwischen 2:00 und 3:00 Uhr kommen weitere zwei und der letzte Zimmergenosse trudelt gegen 5:00 Uhr ein.

Studienfahrt nach Rom

Morgen in aller Herr-Gotts-Frühe beginnt die Studienfahrt nach Rom, Italien. Aufstehen gegen 3:00 Uhr. Ich freu mich schon auf die Ausflüge und tolle Motive zu finden. Momentan bin ich aber recht nervös. Die erste Auslandsreise und der erste Flug. Und Bedenken wegen meiner Hühnerei-Allergie, von wegen aufpassen was ich esse etc. Außerdem kann ich die erste Nacht meistens nicht richtig (ein)schlafen. Puh. Aber man kann es sich auch madig reden und das will ich nicht. Beende ich diesen Eintrag also mit dem Satz:
Ich freue mich auf die Studienfahrt!

Musterungstermin

Gestern flog ein Brief vom Kreiswehrersatzamt Wiesbaden herein. Da habe ich nun in der zweiten Herbst-Ferienwoche meine Musterung mit anschließender EUF. Um 8:30 Uhr morgens muss ich antanzen. Nach geschätzten drei bis sechs Stunden soll ich fertig sein. Da bin ich ja mal gespannt drauf. (Dies jedoch eher in einem negativen Sinne.)
Ich rechne allerdings damit, ausgemustert zu werden. Sollte dies frühzeitig während der Musterung schon feststehen, entfällt unter Umständen die EUF. Ich meine zumindest, es so gelesen zu haben. Würde Sinn machen, den die EUF soll ja mögliche Einsatzmöglichkeiten innerhalb der Bundeswehr aufzeigen, was somit entfiele.

Nun noch am Rande: Hast du, teurer Leser, zufälliger Weise in der gleichen Woche wie ich Musterung? Schreibe dann doch bitte ein Kommentar. Es würde mich brennend interessieren.

Der Urgroßvater

Porträtaufnahme vom UrgroßvaterVor Kurzem habe ich entdeckt, dass meine Mutter jede Menge alte Familienbilder hat, zum Teil auch schon eingescannt, und mir dazu Geschichten erzählen kann. Wirklich unglaublich, wenn man sich so durch diese ganzen alten Aufnahmen durchblättert. Anfangs kennt man noch einige Gesichter und muss über Kleinkindbilder lachen. Mit der Zeit gerät man immer mehr ins Staunen und wundert sich, was für eine ungeheure Wirkung diese alten schwarz-weißen Bilder haben.

Auf diesem Bild zu deiner Linken siehst du meinen Urgroßvater mütterlicherseits und von der Mutter aus väterlicherseits. Da 1912 geboren, diente er im Zweiten Weltkrieg als Soldat. Beim Fotografieren bestand er darauf, nach Möglichkeit ohne Uniform abgelichtet zu werden, in normaler Alltags-Kleidung. Auf einigen Bildern, die ihn im Dienst zeigen, sieht man ihn aber auch einmal in Uniform. Aus dem Krieg kehrte er nie zurück und im Jahre 1945 1953 wurde er für tot erklärt (rückwirkend zum 31. Dezember 1945). Was aus ihm wurde, weiß scheinbar niemand.
Urgroßvater mit Kameraden.