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sebadorn | blog

Anime: Gunslinger Girl

Anime & Manga
2

Henrietta

The girl has a mechanical body. However, she is still an adolescent child.

Gunslinger Girl ist die Umsetzung des gleichnamigen Mangas bis Ende des 2. Volumes (Kapitel 11). Der Autor heißt Yu Aida; das Studio, dass den 13-teiligen Anime umgesetzt hat, war Madhouse. Die Genres sind Psychological, Drama, Action und minimal Sci-Fi.

Die Hauptcharaktere Henrietta, Triela, Rico, Claes und Angelica sind noch junge Mädchen, Kinder, die für die Social Welfare Agency Italiens arbeiten. Die Organisation, deren Name nur Schein ist, sucht gezielt physisch geschädigte Kinder in Krankenhäusern und wandelt sie in Cyborgs um. Dabei werden sie auch einer medikamentösen Konditionierung unterzogen um sie loyal zu machen und ihre Erinnerungen zu löschen. Jedes der Mädchen erhält dann von ihrem zugewiesenen Partner – Fratello – einen neuen Namen und wird im Kampf trainiert. Zusammen mit ihrem Fratello gehen sie dann auf Missionen, meist Auftragsmorde. Um ihren Fratello zu beschützen, würde jedes der Mädchen ihr Leben einsetzen.

Der Fokus der Story liegt nicht auf den Kampfeinsätzen. Kein mächtiger Feind taucht plötzlich auf, ebensowenig feindliche Cyborgs und die Mädchen müssen auch nicht stärker werden oder was-weiß-ich, was noch alles in das Konzept einer Mainstream-Battle-Story passen würde. Nein, im Mittelpunkt stehen die Beziehungen der Mädchen untereinander, zu ihren Fratellos und die Frage nach ihrer Sozialtauglichkeit oder, etwas kitschig ausgedrückt, dem Sinn ihrer Existenz. Jeder Fratello sieht seinen Beruf als Handler anders. Guiseppe behandelt Henrietta seinem Titel entsprechend wie eine kleine Schwester, während Jose seine Rico lediglich als Werkzeug einsetzt. Auch ist den Fratellos der Grad der verabreichten Konditionierung selbst überlassen, was nicht selten zu Diskussionen untereinander führt und wiedermal die verschiedenen Ansichten offenlegt.

Das Alles wird sehr ruhig erzählt und kommt glaubwürdig herüber. Gerade diese Glaubwürdigkeit überrascht mich, denn es bedeutet, dass es irgendwie gelungen ist die beiden Seiten der Mädchen – kalter Assassin und emotional an ihren Fratello gebundenes Kind – unter einen Hut zu bringen.

Fazit: Ich bin mir selbst noch nicht sicher, wie ich der Serie gegenüber stehe. Mir gefällt, dass sich Aida – trotz der offensichtlichen Möglichkeit – gegen einen Schwerpunkt auf Action entschieden hat. Ich glaube, dann wäre es in den 08/15-Sumpf der Niedliche-Mädchen-mit-Schusswaffen-Stories abgerutscht. So ist es ein netter Anime; nicht langweilig, aber er hat seine Längen. Es ist mehr „beobachten“ als „erleben“, wenn ihr versteht, was ich meine. Ein interessantes Thema, aber ohne Steigerung und Entwicklung.

Das schöne Opening mit dem englischen Titelsong The Light Before We Land von The Delgados lege ich euch noch nahe und das war es dann auch.


YoutubeGunslingerGirl