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sebadorn | blog

Musterung ist vorbei

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8:00 Uhr stehe ich im Eingang, mein Termin ist 8:30 Uhr. Macht aber nichts, komme ich halt früher dran. Am Eingang Personalausweis vorgezeigt und dann Wegbeschreibung bekommen: „Immer der roten Linie auf dem Boden nach.“ Okay. Vor einem Büro mit der Aufschrift „Anmeldung“ endet die Linie. Angemeldet und ins Wartezimmer, wo um die vier Personen sitzen. Kurz gewartet, schon aufgerufen.

In einem anderen Büro fragt mich ein sehr sympathischer, zu Späßen aufgelegter Mann nach Führerschein, Schule, meinen Leistungkurse, Schwimmabzeichen, Feuerwehr und was-weiß-ich. Dann fragt er nach Fähigkeiten, z.B. Programmierkenntnisse, nennt Beispiele. Ich kläre ihn auf, dass man HTML nicht programmiert, sondern schreibt und ich Grundkenntnisse in HTML und PHP besitze. Grundkenntnisse in HTML … ich … *schmunzel* Dann zurück zur Anmeldung geschickt worden und von dort ein Stockwerk tiefer zur ärztlichen Untersuchung.

Im Umkleideraum umziehen: T-Shirt, kurze Sporthose, Schlappen. Danach in den Warteraum, wo drei neue Gesichter auf mich warten. Irgendwie sehen die Jungs mitgenommen aus, bzw. eben nicht: wie bestellt und nicht abgeholt. Kurz gewartet und schon aufgerufen. Vom anderen Ende des Flures winkt mir eine Dame zu. Ich überreiche der Ärztin, was ich so an Attesten und medizinischen Unterlagen dabei habe. Ich werde gemessen, gewogen und mein Urin gefordert. Ging ratz-fatz und ab ins Wartezimmer. Jetzt musste ich warten. Eine knappe ¾ Stunde später, meine Zehen sind mittlerweile „blue and ivory“, komme ich zur richtigen Untersuchung.

Wieder eine andere Person, eine ältere Ärztin. Gemeinsam füllen wir mein Formular aus. Sie verzweifelt bald, wegen meiner langen Liste mit Allergien und anderen Gebrechen. Zugebenermaßen war die Liste auch ein wenig übertrieben lang und ausführlich. Wie dieser Bericht über die Musterung. :D
Körperhaltung und Wirbelsäule angeschaut und vermessen. Puls, einmal Ruhewert, dann unmittelbar nach 20 Kniebeugen, dann noch drei Mal in kleinen Zeitintervallen. Weitere Tests entfallen, ich werde ausgemustert. Ich kann mich wieder komplett ankleiden und soll ins Wartezimmer. Warten.

Die Ärztin sagt mir Bescheid, dass ich hoch kann. Ins Wartezimmer. Warten. Dann wieder ein neues Büro und ein neuer Mensch. Wieder sehr nett, gut gelaunt. Er klärt mich auf, was T5 bedeutet und dass ich, sobald ich das Gebäude verlasse, alles wieder vergessen kann. Ich bekomme noch ein Blatt mit, das alles bezeugt. „Nicht verlieren!“

Musterungstermin

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Gestern flog ein Brief vom Kreiswehrersatzamt Wiesbaden herein. Da habe ich nun in der zweiten Herbst-Ferienwoche meine Musterung mit anschließender EUF. Um 8:30 Uhr morgens muss ich antanzen. Nach geschätzten drei bis sechs Stunden soll ich fertig sein. Da bin ich ja mal gespannt drauf. (Dies jedoch eher in einem negativen Sinne.)
Ich rechne allerdings damit, ausgemustert zu werden. Sollte dies frühzeitig während der Musterung schon feststehen, entfällt unter Umständen die EUF. Ich meine zumindest, es so gelesen zu haben. Würde Sinn machen, den die EUF soll ja mögliche Einsatzmöglichkeiten innerhalb der Bundeswehr aufzeigen, was somit entfiele.

Nun noch am Rande: Hast du, teurer Leser, zufälliger Weise in der gleichen Woche wie ich Musterung? Schreibe dann doch bitte ein Kommentar. Es würde mich brennend interessieren.