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sebadorn | blog

Projekt 52, 38. Woche: Gedichtinterpretation

Photography
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Aufgabe

Diese Woche ein Themenvorschlag von . Sie selbst stellt folgende Anforderungen an dieses Thema: Man soll entweder ein bestehendes Gedicht mit einem passendem Foto interpretieren, Natürlich wollen wir dann beides sehen, oder man soll zu einem gelungenem Foto selber etwas dichten, auch hier wollen wir dann natürlich beides sehen.

Umsetzung

Projekt 52, 38. Woche, Gedichtinterpretation, Das Brot

Das Brot – Wilhelm Busch

Er saß beim Frühstück äußerst grämlich,
Da sprach ein Krümchen Brot vernehmlich:

Aha, so ist es mit dem Orden
Für diesmal wieder nichts geworden.
Ja Freund, wer seinen Blick erweitert
Und schaut nach hinten und nach vorn,
Der preist den Kummer, denn er läutert.
Ich selber war ein Weizenkorn.
Mit vielen, die mir anverwandt,
Lag ich im rauhen Ackerland.
Bedrückt von einem Erdenkloß,
Macht ich mich mutig strebend los.
Gleich kam ein alter Has gehupft
Und hat mich an der Nas gezupft,
Und als es Winter ward, verfror,
Was peinlich ist, mein linkes Ohr,
Und als ich reif mit meiner Sippe,
O weh, da hat mit seiner Hippe
Der Hans uns rutschweg abgesäbelt
Und zum Ersticken festgeknebelt
Und auf die Tenne fortgeschafft,
Wo ihrer vier mit voller Kraft
In regelrechtem Flegeltakte
Uns klopften, daß die Schwarte knackte.
Ein Esel trug uns nach der Mühle.
Ich sage dir, das sind Gefühle,
Wenn man, zerrieben und gedrillt
Zum allerfeinsten Staubgebild,
Sich kaum besinnt und fast vergißt,
Ob Sonntag oder Montag ist.
Und schließlich schob der Bäckermeister,
Nachdem wir erst als zäher Kleister
In seinem Troge baß gehudelt,
Vermengt, geknetet und vernudelt,
Uns in des Ofens höchste Glut.
Jetzt sind wir Brot. Ist das nicht gut?
Frischauf, du hast genug, mein Lieber,
Greif zu und schneide nicht zu knapp
Und streiche tüchtig Butter drüber
Und gib den andern auch was ab.

Links

Thema: http://www.mondgras.de
Gedichtquelle: https://de.wikisource.org/wiki/Das_Brot

Neo Rauch

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Die normalen Klausuren gehen wieder los. Und ich fühle mich so unglaublich demotiviert auch nur einen Finger dafür zu krümmen. Mach ich aber trotzdem. Verbissen umklammert die gekrümmte Hand Stift und Buch. Naja, oder so ähnlich. Hört sich aber eindrucksvoll an.

Heute morgen Kunst geschrieben. Eine dieser tollen Klausuren für die man nicht lernen kann und folglich auch nicht lernen braucht. Gegenstand unseres Interesses war ein Bild von Neo Rauch: Konvoi. Gehört in die Moderne. Aber Herr Rauch kann malen, doch das kann er wirklich. Die Aufgaben:

  1. Bildbeschreibung.
  2. Untersuchung des Abstrakten anhand der Kriterien Illusion und Richtigkeit nach Schmidt. (Heißt die Person Schmidt? Ich weiß es nicht mehr.)
  3. Deutung anhand von Hintergrundwissen.

Nach einer halben Seite dachte ich mir bereits, dass ich mich mit der Beschreibung kürzer fassen sollte, wenn es mit der (nach dem Abi nun gefühlt knapp bemessenen) Zeit hinhauen sollte. Zuletzt lief es bei mir darauf hinaus: Links mittig ist das, rechts unten dies und da unten mittig noch jenes.

Untersuchung des Abstrakten nach was für Kriterien? Erstes Gemurmel nach Austeilen der Aufgabenstellung. Antwort des Lehrers: Bekommen Sie jetzt. Kleiner Zettel mit sechs Punkten. Jeden nach und nach abgehakt und zum Schluss gekommen, dass das Bild kaum abstrakt ist.

Interpretation. Bei mir lief es darauf hinaus, dass sich der Künstler den übereifrigen Kritikern erwehren muss, die bisweilen schon mal rechtspolitische Botschaften herauslesen. Zitat aus dem Unterricht dazu:

1: „Es sieht auch aus, als ob der den Hitlergruß macht …“
2: „Der hebt bloß grüßend die Hand!!“

Dann noch auf eine Aussage von Neo Rauch eingegangen: Er mag es nicht seine Bilder zu interpretieren oder interpretieren zu lassen. (Habe ich zumindest so in Erinnerung.) Mein letzter Satz dementsprechend:

Verzeihen Sie, Herr Rauch.

Projekt 52, 6. Woche: Song-Interpretation

Music
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Oder anders formuliert: Sucht Euch einen Songtext, ein Lied, das Euch besonders gut gefällt und versucht dazu ein Bild zu machen, interpretiert dieses Lied bildtechnisch und erzählt dann vielleicht noch dazu, was ihr Euch bei Eurer Interpretation gedacht habt.

Projekt 52Ich ärgere mich ein wenig, dass es mir nicht gelungen ist, mehr aus dem Thema rauszuholen. Ich habe eigentlich eine wirklich gute Idee für Bottom Of The River von The Tom Fun Orchestra, aber die Umsetzung war mir (bisher) nicht möglich. Irgendwie mangelte es an einem geeigneten Ort und geeignetem Wetter. Nun ist es ein anderer wirklich großartiger (ja ja, Ansichtssache) Song geworden: Numb von Linkin Park. Wer mal reinhören will: Numb auf Lastfm.de. Erst einmal das Bild, dann, was ich mir dabei gedacht habe:

Projekt 52: Song-Interpretation

Das Foto bezieht sich auf folgenden Teil:

I'm tired of being what you want me to be
Feeling so faithless
Lost under the surface
I don't know what you're expecting of me
Put under the pressure
Of walking in your shoes

Every step that I take is
Another mistake to you

Im linken oberen Bildviertel sind Schuhe abgebildet. Sie sind recht schick und noch ungeschnürt – als erwarteten sie, dass sie jemand anzieht. Die Schuhe sind sehr dunkel und werfen einen starken Schatten, was eine bedrohliche Wirkung hat. Ich habe mehr den Eindruck, da oben in dem Bildviertel befände sich ein schwarzes Loch. In einigem Abstand sind am rechten unteren Bildrand nackte Füße zu sehen. Durch den Abstand gewinnt man den Eindruck, die Person weigere sich, die Schuhe anzunehmen und weiche lieber zurück – will von den Schuhen fremd bleiben.

Die Schuhe scheinen für die Person bestimmt, doch allein die Tatsache, dass die Füße nackt sind – und nicht etwa Socken anhaben – zeigt eine abwehrende Haltung oder ein Das-nicht-Wollen.

Und damit hätte ich das letzte Thema nachgearbeitet! *Woohoo!*