Ubuntu: Lucid Lynx zieht ein
→ InformatikUbuntu 10.04 als Zweitbetriebssystem sollte es werden. Unter Vista habe ich es geschafft, dafür 70 GB an Speicherplatz freizuschaufeln. Bevor die CD den Weg ins Laufwerk fand habe ich auch noch alle wichtigen Dateien auf die externe HDD kopiert. Dann konnte es losgehen. Der Witz, man könne für eine Installation Körner auf die Enter-Taste legen und ein Huhn davorsetzen, hat einen sehr wahren Kern.
Es gab eigentlich nur einen Punkt während der Installation, bei dem mir ein wenig unbehaglich war: Die Partitionierung. Das Fenster hat zwar vorher gewarnt, dass es sehr lange dauern wird, aber über eine Stunde … Vor allem, weil der Ladebalken die ganze Zeit über bei 0% stand, kamen dann doch Zweifel, ob es hängt oder noch läuft.
Als ich nach dem Abendessen wieder ins Zimmer kam, war es endlich fertig und der restliche Prozess gestaltete sich problemlos. Nach dem ersten Anmelden begann dann das Einrichten.
- Browser
- Opera gibt es auch für Linux.
- Anime
- Ich könnte den Punkt auch „Video“ nennen, aber es läuft eh auf Anime hinaus. Bisheriger Stand: GNOME MPlayer.
- Musik
- Bei der Wahl des Audioplayers hatte ich die größten Entscheidungsschwierigkeiten. Unternehmungen den heißgeliebten foobar2000 mittels Wine zum Laufen zu bringen endeten in Herumgebugge. Nun nutze ich Quod Libet und bin bisher zufrieden damit.
- Bildbearbeitung
- Photoshop CS4. Es war ein langer Kampf, aber es läuft. PlayOnLinux und Google sei dank. Für die Umwandlung der RAW-Dateien der Kamera sieht Rawstudio bisher nicht schlecht aus.
Ganz so einfach war nicht alles, aber das lag an meinen Extrawünschen, besonders in Hinsicht auf Wine. Wo ich nun für so ziemlich jedes Programm aus meinen Windowszeiten einen Ersatz gefunden habe oder es auch weiterverwenden kann, aus Lizenzgründen fehlende Fonts (Arial, Courier New etc.) und Codecs (MP3) nachgerüstet sind und alles meinem Geschmack entsprechend eingerichtet ist, fange ich an, mich sauwohl in Ubuntu zu fühlen.


9 Kommentare
:-)
Gruß Twaldigas
Arch Linux oder Gentoo sind mir zu heftig. Diese potentiellen Wochen voller Frust, weil ich was falsch konfiguriert habe oder tagelang auf der Suche nach einer Lösung bin, erspare ich mir lieber. ^^ Respekt vor den Leuten, die sich damit tatsächlich ein einwandfrei laufendes System zusammengestellt haben.
@Christoph:
Ich musste bei dem Huhn an eine bestimmte Simpsons-Folge denken.
@Homer&Computer „Where’s the any-key??“
Quod Libet? Nie gehört, schaue ich mir mal an, bin eh nach der Suche
nach etwas neuem, das Songbird nicht mehr unterstützt wird….dabei eindeutig einer
der besten musikplayer :‘(
Bin jetzt wieder zurück zu Wine + foobar2000.
Gibt eine exzellente Anleitung zur Installation.
Und jetzt du