World of Washcraft

InformaticsStudenthood
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World of Washcraft

Das ganzsemestrige Softwaretechnikprojekt hat gestern am Demo Day für alle Gruppen ein Ende gefunden. Jeder hat an drei Beamern sein Endprodukt vorgestellt. Der Herr Professor W. schaut sich nun bis zum nächsten Semester alles nochmal genau an und entscheidet dann, wer den Jöndhard Biffel Softwaretechnik-Wanderpreis erhält – Ruhm, Ehre, Unsterblichkeit sowie ein 17 Euro-Getränkegutschein pro Person winken dem glücklichen Gewinnerteam.

Es gab vier Teams mit durchschnittlich 10 Personen, die sich dann jeweils in Projektleitung, Frontend und Backend aufgeteilt haben. Meine Baustelle war das Frontend mit C#. Das erste Mal, dass ich etwas gecodet habe und am Schluss eine EXE in der Hand hatte. Ja, die Vorführung lief auch ziemlich gut. Ich sehe meine Gruppe durchaus auf einem der vorderen Plätze; ob es für den Pokal reicht … wer weiß.

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Hinterher denkt man sich dann immer: „Ach, man hätte dies noch machen können und das noch … Das ist eigentlich unschön gelöst … Hoffentlich fallen die 14 kleinen und 2 üblen Bugs nicht auf …“ Unser letzter Milestone, also der Termin, zudem das Programm fertig sein sollte, war bereits vor einer Woche. Man hätte ihn auch auf heute morgen setzen können, aber so haben wir geschlafen, anstatt bis spät in die Nacht noch coden zu müssen.

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Was jetzt noch folgt (ganz vorbei ist es nun doch nicht), ist ein Fachgespräch um individuelle Noten zu finden. Im Prinzip sollen wir da erzählen, was wir am Projekt in unserem Aufgaben­bereich gemacht haben. Klingt ziemlich stressfrei.

Auf die Frage, was ich gelernt habe, kenne ich schon meine Antwort: Nicht mehr zwei Tage vor Schluss noch ein neues Feature einbauen! Srsly! Ja, es ist ein gutes Feature gewesen, das auch klappt und uns Punkte einfährt. Aber dabei hat sich ein Fehler eingeschlichen (ich war’s, passiert :P ), weswegen wir keine HeroCoons mehr hatten. Ein Glück durften wir das noch schnell fixen, weil es nur eine Zeile war.

Das Projekt hat schon ordentlich Spaß gemacht. Gelegentliche Verzweiflung, Diskussionen und Stress miteingeschlossen. Ein Glück war es ein Spiel und kein Managementssoftware-Gedöns.

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Zumindest einen Absatz, was das Spiel kann, bin ich dann wohl schuldig. Je nach Map können zwei oder mehr Spieler gegeneinander antreten. Ein Team besteht aus fünf Waschbären und einem Waschbärheld. Normale Waschbären kann man selbst skripten (Python mit einer kleinen API von uns) oder vorgefertigte Skripte verwenden, wie „Collect“, „Fight“ „Help“. Bei den Helden gibt es zum Beispiel einen Krieger, der auf gegnerische Coons draufhaut, und einen Heiligen, der in seiner Aura befindlichen Teammitgliedern einen Bonus gibt.

Dann sammeln die Tierchen Münzen ein, was Punkte bringt. Als Spieler hat man im laufenden Spiel nur Eingriffsmöglichkeiten in Form von Naturgewalten. So kann man ein Feuer auslösen, was Energie abzieht, oder ein Erdbeben, was Coons verlangsamt und die Ansicht durchrüttelt.